Buchhaltung und Rechnungen für Weingüter
Fassware, Flaschen, Weinproben, Gastronomie und Händler: Ein Weingut verkauft über viele Kanäle mit unterschiedlichen Preisen und Rechnungen. Saldiqo schreibt Rechnungen an Händler und Gastronomie, erfasst Verpackung, Etiketten und Lohnabfüllung als Ausgaben und zeigt, wie sich die Ernte rechnet.
Das fällt bei Weingüter an
Viele Kanäle
Ab-Hof-Verkauf, Online, Gastronomie, Fachhandel und Weinproben haben verschiedene Preise und Zahlungswege.
Saison und Lager
Die Ernte bestimmt den Jahrgang. Einnahmen verteilen sich über Monate, Ausgaben für Lese, Kelterung und Abfüllung ballen sich im Herbst.
Veranstaltungen
Weinproben, Hoffeste und Führungen werden gebucht, oft mit Anzahlung.
So hilft dir Saldiqo
- Lieferschein und Rechnung für HändlerMenge, Jahrgang und Lage als Positionen.
- Weinproben mit AnzahlungAngebot, Abschlag, Schlussrechnung.
- Kostenstelle je JahrgangKosten und Erlöse je Jahrgang auswerten.
- Belege erfassenEtiketten, Flaschen, Korken und Lohnabfüllung als Ausgabe.
Typische Rechnungspositionen
Beispiele, die in dieser Branche oft auf Rechnungen stehen. Preise legst du selbst fest.
- Riesling Qualitätswein, 6 Flaschen, Jahrgang 2025
- Weinprobe für 12 Personen, mit Hofführung
- Lieferung an Gastronomie laut Lieferschein
- Kartons und Etiketten laut Beleg
- Pfand für Kisten
- Anzahlung 30 % auf die Veranstaltung
Steuern und Rechnungen in Deutschland
Was für Rechnungen in Deutschland gilt, in Kürze. Stand: Oktober 2026.
- Umsatzsteuer
- Normalsatz 19 %, ermäßigter Satz 7 %. Welcher Satz für welche Leistung gilt, hängt vom Einzelfall ab. Saldiqo rechnet je Rechnungsposition mit dem Satz, den du wählst.
- Kleinunternehmer
- Nach § 19 UStG erhebst du keine Umsatzsteuer, solange dein Umsatz im Vorjahr höchstens 25.000 € und im laufenden Jahr höchstens 100.000 € beträgt. Saldiqo zeigt dir laufend, wie viel noch frei ist, und setzt den Hinweis auf die Rechnung.
- Pflichtangaben
- Nach § 14 UStG gehören auf jede Rechnung Steuernummer oder USt-IdNr., eine fortlaufende Rechnungsnummer, das Leistungsdatum und der Empfänger. Saldiqo prüft das, bevor du eine Rechnung festschreibst. Kleinbetragsrechnungen bis 250 € brutto brauchen weniger Angaben.
- E-Rechnung
- Empfangen müssen alle Unternehmen E-Rechnungen seit dem 1. Januar 2025. Ausstellen musst du sie ab 2027, wenn dein Vorjahresumsatz über 800.000 € lag, und ab 2028 im inländischen Geschäft zwischen Unternehmen in allen Fällen. Kleinunternehmer sind ausgenommen. Saldiqo erstellt XRechnung und ZUGFeRD.
- Umsatzsteuer-Voranmeldung
- Sie geht über ELSTER an das Finanzamt, bis zum 10. nach dem Ende des Zeitraums. Monatlich meldest du, wenn deine Umsatzsteuer im Vorjahr über 9.000 € lag, vierteljährlich ab über 2.000 €. Saldiqo liefert dir die Werte, eingereicht wird in ELSTER oder über deine Steuerberatung.
- Aufbewahrung
- Rechnungen und Buchungsbelege bewahrst du 8 Jahre auf, Bücher 10 Jahre, Geschäftsbriefe 6 Jahre. Die Frist beginnt mit dem Ende des Kalenderjahres.
- Zahlungsverzug
- Im zweiten Halbjahr 2026 liegt der Verzugszins bei 10,52 % im Geschäftsverkehr und bei 6,52 % gegenüber Verbrauchern. Dazu kommt eine Pauschale von 40 €, aber nur gegenüber Unternehmen. Saldiqo kennt Mahnstufen mit Fristen und Gebühren.
- Bezahlen
- Jede Rechnung bekommt einen GiroCode (EPC-QR), den deine Kundschaft mit der Banking-App scannt. Zahlungen ordnest du über den Kontoauszug zu, als CSV oder CAMT.
- Steuerberatung
- Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach Zufluss, DATEV-Export und ein eigener Zugang für deine Steuerberatung sind eingebaut.
Für Weingüter in Deutschland
Weingüter können in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen nach § 24 UStG pauschaliert sein. Saldiqo bildet diese Pauschalierung nicht ab. Prüfe mit deiner Steuerberatung, ob Saldiqo für dein Weingut passt.
Häufige Fragen
Kann ich Jahrgänge getrennt auswerten?
Ja, mit Kostenstellen je Jahrgang.
Berücksichtigt Saldiqo die Pauschalierung für Landwirte?
Nein. Saldiqo bildet keine Pauschalierung für Land- und Forstwirte ab. Welche Regel für dein Weingut gilt, klärst du mit deiner Steuerberatung.
Müssen Weingüter in Deutschland Umsatzsteuer ausweisen?
Ja, sobald sie nicht Kleinunternehmer nach § 19 UStG sind. Das sind sie, wenn der Umsatz im Vorjahr höchstens 25.000 € und im laufenden Jahr höchstens 100.000 € beträgt. Die Grenze ist hart: Schon mit dem Umsatz, der sie überschreitet, wird die Umsatzsteuer fällig.
Brauchen Weingüter in Deutschland eine E-Rechnung?
Empfangen können müssen alle Unternehmen seit 2025. Ausstellen musst du sie ab 2027 bei einem Vorjahresumsatz über 800.000 € und ab 2028 grundsätzlich im inländischen Geschäft zwischen Unternehmen. Kleinunternehmer, Rechnungen bis 250 € und Fahrausweise sind ausgenommen. Privatkunden bekommen weiter eine normale Rechnung.
Wie lange müssen Weingüter Rechnungen aufbewahren?
Rechnungen und Buchungsbelege 8 Jahre, Bücher 10 Jahre, Geschäftsbriefe 6 Jahre, jeweils ab dem Ende des Kalenderjahres. Belege kannst du in Saldiqo digital ablegen. Die gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung und zur Verfahrensdokumentation bleibt bei dir.
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Stand: Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung, ohne Gewähr. Für deinen Fall hilft dir deine Steuerberatung.